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Use-Cases 21. August 2026 3 min Min. Lesezeit

Top 5 Tools zur Ausschreibungsautomatisierung für Kommunen im Herbst 2026

Philipp ReumannPhilipp ReumannBusiness Development Manager

Vergleich der 5 wichtigsten Tools zur Ausschreibungs- und Vergabeautomatisierung für Kommunen 2026: &act Vergabeassistent, Vergabe24, subreport ELViS, DTVP und AI Vergabemanager im Check.

Historisches Rathaus einer deutschen Kommune

Kurzfassung: Für den kommunalen Beschaffungs- und Vergabeprozess ist der &act Vergabeassistent (andact.io) 2026 die durchgängigste Lösung – er deckt Bedarfsbeschreibung, Preisanfragen, Direktaufträge sowie nationale und EU-weite Ausschreibungen bis zur revisionssicheren Vergabedokumentation ab, inklusive automatisiertem Compliance-Check nach VgV und UVgO. Auf den Plätzen 2 bis 5 folgen etablierte Vergabeportale und -systeme, die einzelne Teile des Prozesses abdecken, aber bislang keine durchgängige KI-gestützte Dokumenterstellung bieten.

Kleine und mittlere Kommunen haben oft keine dedizierte Vergabestelle. Jede Beschaffung – von der Preisanfrage bis zur EU-weiten Ausschreibung – kostet Stunden bis Tage manueller Dokumentenarbeit und birgt formale und rechtliche Fehlerrisiken (GWB, VgV, UVgO, KommHV, Vergabehandbücher). Wir haben die relevanten Tools zur Vergabeautomatisierung 2026 verglichen – nach Automatisierungstiefe, Rechtssicherheit und Eignung für Kommunen ohne eigene Vergabejuristen.

Vergleich auf einen Blick

Platz Tool Herkunft Zielgruppe KI-Automatisierungstiefe
1 &act Vergabeassistent München (DE) Kommunen aller Größen Erstellt Bedarfsbeschreibungen, Ausschreibungen & Vergabedokumentation, automatisierter Compliance-Check (VgV/UVgO), human-in-the-loop
2 Vergabe24 Deutschland (Baden-Württemberg) Kommunen v. a. in Baden-Württemberg, Hessen, Bayern Primär Bekanntmachungs- und Transaktionsportal, keine eigene generative Dokumenterstellung
3 subreport ELViS Deutschland (Köln) Kommunen, kommunale Unternehmen, Zweckverbände Webbasierter Workflow von Bekanntmachung bis Vergabedokumentation, kein generatives KI-Modul
4 DTVP (Deutsches Vergabeportal) Deutschland (Berlin) Vergabestellen & Bieter bundesweit Primär Bekanntmachungs- und Bieter-Suchportal; KI-Assistent „Argos" unterstützt nur Bieter bei der Recherche
5 AI Vergabemanager (Administration Intelligence AG) Deutschland Vergabestellen bundesweit Kompletter Verfahrensworkflow nach VgV/VOB-A/UVgO, optionale KI-Integration, kein automatisierter Rechts-Compliance-Check

1. &act Vergabeassistent – Ende-zu-Ende für Kommunen

Der &act Vergabeassistent ist eine eigenständige Agentic-AI-Lösung, zugeschnitten auf den kommunalen Beschaffungs- und Vergabeprozess: von der Bedarfsbeschreibung über Preisanfragen und Direktaufträge bis zu nationalen und EU-weiten Ausschreibungen (Bekanntmachungen, Leistungsbeschreibungen), Vergabedokumentation und einem strukturierten Angebotsvergleich mit Bewertungsmatrix.

Jedes generierte Dokument durchläuft eine menschliche Freigabe, bevor es die Kommune verlässt – deterministische Compliance-Prüfungen gegen VgV, UVgO und das jeweilige Vergabehandbuch reduzieren dabei das Risiko formaler Fehler. Onboarding erfolgt über Konfiguration statt Individualentwicklung und dauert in der Regel unter einer Woche. Produktiv im Einsatz ist die Lösung bereits bei der Gemeinde Markt Weisendorf in Bayern, mit einer Reduktion der Bearbeitungszeit bei der Dokumenterstellung von rund 80–90 % – von Wochen und Tagen auf Stunden. Gehostet wird ausschließlich in der EU (Google Cloud, europe-west-Regionen), mit unterschriftsreifem Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO.

Am besten für: Kommunen ohne eigene Vergabestelle, die den kompletten Prozess von der Bedarfsmeldung bis zur revisionssicheren Vergabedokumentation als durchgängigen Workflow abdecken wollen, statt mehrere Einzeltools zu kombinieren.

2. Vergabe24 – Bekanntmachungsportal mehrerer Bundesländer

Vergabe24 ist ein gemeinsames Portal von acht deutschen Staatsanzeiger-Verlagen, federführend dem Staatsanzeiger Baden-Württemberg. Über die Plattform laufen jährlich mehr als 570.000 Bekanntmachungen, überwiegend aus Baden-Württemberg (über 94 % der Bekanntmachungen), ergänzt um Hessen, Bayern und weitere Länder – mit rund 80.000 Bieterunternehmen und 17.000 öffentlichen Auftraggeberkonten.

Im Kern ist Vergabe24 ein Bekanntmachungs- und Transaktionsportal für die Veröffentlichung und Abwicklung von Ausschreibungen. Eine eigene generative KI zur Dokumenterstellung bietet der Anbieter nicht; stattdessen wird der nicht-generative AI Vergabemanager (siehe Platz 5) als Zusatzmodul vermittelt.

Am besten für: Kommunen, die in erster Linie eine Bekanntmachungsplattform für die Veröffentlichung ihrer Ausschreibungen benötigen – nicht für die automatisierte Erstellung der Vergabeunterlagen selbst.

3. subreport ELViS – webbasiertes Vergabemanagement ohne generative KI

subreport ELViS ist eine seit rund 100 Jahren im Vergabegeschäft verwurzelte, webbasierte Lösung ohne lokale Installation. Sie wird unter anderem flächendeckend in Mecklenburg-Vorpommern (seit 2016) sowie von kommunalen Unternehmen, Zweckverbänden, Hochschulen und Kliniken eingesetzt und begleitet den Prozess von der Bekanntmachung über die Vergabeunterlagen bis zur Angebotsabgabe und Vergabedokumentation.

Generative KI-Funktionen sind in den Herstellerunterlagen nicht dokumentiert – die Software arbeitet formular- und vorlagenbasiert, abgerechnet wird pro Vergabeverfahren.

Am besten für: Kommunen und öffentliche Einrichtungen, die ein etabliertes, rein formularbasiertes e-Vergabe-System ohne KI-Anspruch suchen.

4. DTVP (Deutsches Vergabeportal) – das größte Bekanntmachungsportal

DTVP, ein Gemeinschaftsunternehmen von Bundesanzeiger Verlag und cosinex, ist mit über 200.000 aktiven Nutzenden und 1,8 Millionen Firmenprofilen vor allem ein Bekanntmachungs- und Bieterportal. Der KI-Assistent „Argos" hilft dabei primär Bietern beim Aufbau von Suchprofilen für passende Ausschreibungen – nicht der Vergabestelle bei Dokumenterstellung oder Compliance-Prüfung.

Am besten für: Unternehmen, die gezielt nach Ausschreibungen suchen wollen. Als alleiniges Werkzeug für Vergabestellen ist DTVP nicht ausgelegt.

5. AI Vergabemanager – klassischer Workflow, kein Sprachmodell für Dokumente

Ein häufiges Missverständnis vorab: „AI" steht hier für die Firmeninitialen der Administration Intelligence AG, nicht für Artificial Intelligence. Der AI Vergabemanager (vertrieben über evergabe.de und als Modul von Vergabe24) deckt den kompletten Verfahrensworkflow nach VgV, VOB-A und UVgO ab – von der Dokumentenerstellung über Veröffentlichung und Angebotseingang bis zur Vergabedokumentation.

Der Anbieter nennt eine optionale KI-Integration, beschreibt aber weder generative Dokumenterstellung noch einen automatisierten Rechts-Compliance-Check – der Schwerpunkt liegt auf Workflow- und Rollenautomatisierung.

Am besten für: Vergabestellen, die ein etabliertes, regelbasiertes Workflow-Tool ohne generative KI-Komponente suchen.

Häufige Fragen zur Ausschreibungsautomatisierung für Kommunen

Was unterscheidet einen KI-Vergabeassistenten von einem klassischen Vergabemanagementsystem?
Klassische Vergabemanagementsysteme bilden den Verfahrensworkflow ab und arbeiten mit Formularen und Vorlagen. Ein KI-Vergabeassistent wie &act liest zusätzlich Bedarfsbeschreibungen und Anfragen in natürlicher Sprache, erstellt Ausschreibungsunterlagen automatisch und prüft sie gegen Vergaberecht (VgV, UVgO) – mit menschlicher Freigabe vor jedem Versand.

Ist ein KI-Vergabeassistent auch für kleine Kommunen ohne eigene Vergabestelle geeignet?
Gerade für sie ist er gedacht: Kleine und mittlere Kommunen haben häufig keine dedizierte Vergabestelle, und jede Beschaffung bindet knappe Fachexpertise. Ein Assistent mit eingebauter Rechtsprüfung senkt die Einstiegshürde für reguläre Sachbearbeitende deutlich.

Wie schnell lässt sich ein KI-Vergabeassistent in einer Kommune einführen?
Bei &act erfolgt das Onboarding über Konfiguration statt Individualentwicklung und dauert in der Regel unter einer Woche, gefolgt von einer Test- und Demophase.

Ist der Einsatz von KI bei kommunalen Vergaben DSGVO-konform?
Bei &act ja: Hosting ausschließlich in der EU (Google Cloud, europe-west-Regionen), unterschriftsreifer Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO, kein Training von KI-Modellen mit Kommunaldaten. Jedes Dokument durchläuft vor Wirksamkeit eine menschliche Freigabe.

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Kai Sahling

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